Am 20. April 2025 erfreute Bischof Manfred Bruns die Gemeinde Issum zum Ostergottesdienst. Grundlage der Ostergottesdienste war das Bibelwort: „Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten.“(Mk 16, 9-10)
Bischof Bruns beleuchtete die Bedeutung des Osterfestes und des Karfreitags. So betonte er, dass häufig der Osterfeiertag dem Karfreitagsgottesdienst vorgezogen würde, da er fröhlicher und für die Kinder ansprechender sei. Es war ihm wichtig zu erläutern, dass beide ein christliches Hochfest sind und zusammengehören. Der Karfreitag gibt die Freude und die Gewissheit, dass wir alle frei von der Sünde sein dürfen. Somit steht er für den größten Liebesbeweis, den ein Mensch jemals für einen Freund oder eine Freundin erbringen kann: Das eigene Leben für einen anderen zu opfern, den man liebt. Uns Christen hat der Opfertod Jesu Heil und Erlösung gebracht.
Ostern
Ostern dagegen sei der Sieg über das Böse und den Tod. Es ist die Bestätigung Gottes, dass Jesus Gottes Sohn ist und dass er uns Menschen liebt. Es unterstützt den Glauben und das Vertrauen in Gott. Wir gehen heute in die Kirche, um Jesu Auferstehung zu feiern, aber wir sollten jeden einzelnen Gottesdienst ebenso genießen. Der Bischof legte den Fokus auf das heilige Abendmahl, denn dadurch haben wir in jedem Gottesdienst ein kleines Osterfest.
Ostern fordert aber auch unseren Glauben. Bischof Bruns gibt zu bedenken, dass Jesu Hinrichtung öffentlich stattfand. Jeder konnte an seinem Leiden teilnehmen, allerdings ist er anschließend nach seiner Auferstehung nur den Gläubigen erschienen. Seine Wiederkehr geschah demnach privat. Auch wir müssen glauben, dass Jesus auferweckt wurde, dass er für uns gestorben ist und gelitten hat, denn das sei der notwendige Weg, um das ewige Ziel des Glaubens zu erreichen.
Jesus ist auferstanden
Uns Menschen ist nicht jede Antwort auf unsere Fragen gewährt. Der Heilige Geist offenbare nur das, was ihm als heilsnotwendig erscheine. Jesu Worte und seine Liebe seien wahrhaftig, die es gilt zur eigenen Wahrheit werden zu lassen, indem wir für uns selbst glauben können: „Jesus Christus ist Sieger und er ist wahrlich auferstanden“. Die ewige Gemeinschaft mit Gott verlange den Glauben, um den richtigen Weg zum Heil zu gehen. Die Auferstehung Jesu gibt uns die Kraft, innere Zweifel zu überwinden. Das sei die Osterbotschaft.
Gott ist Liebe
Gott sei ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit. Es zeigt eindeutig, dass Gott kein strafender Gott sei. Dies spricht uns allerdings nicht von der Verantwortung ab, dass wir uns nicht länger an die Gebote halten müssten. Gottes Liebe sei so groß zu uns Sündern, dass er uns Menschen an der Ostergeschichte teilnehmen lässt. Der Bischof stellte die Frage: „Spürst du, dass ich dich liebe?“ So sollen wir von dieser Liebe Gottes abgeben und diese verkündigen.
Boten Gottes
Der Vorsteher der Gemeinde Issum unterstrich die Worte des Bischofs, indem er ebenfalls die Geschwister aufrief als Boten zu agieren. Alle sollen aus tiefster Überzeugung sagen können, dass die Auferstehung Jesu wahrhaftig sei. Als Beispiel führt er an, dass in Russland eine spezielle Begrüßungsformel Tradition sei, die dies gut unterstreichen würde. So wäre es üblich, dass man auf die Begrüßung an Ostern „Christus ist auferstanden“ mit „Er ist wahrlich auferstanden“ antworten würde. Somit sollten wir auch diese Gewissheit haben und ebenso überzeugt davon erzählen. Wir Menschen stehen häufig nach dem Schlafen wieder auf. Es wird als selbstverständlich angesehen, bis wir wegen Krankheit nicht mehr dazu in der Lage sind. Dann wird „aufstehen“ zum Geschenk. Jesu Auferstehung solle auch immer als Geschenk und niemals als selbstverständlich angesehen werden.
Gewissheiten der Auferstehung
Der Bischof schreibt Jesu Auferstehung zwei Gewissheiten zu, die wir im Vertrauen spüren können: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Matthäus 28, 20).“ „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen (Matthäus 18, 20).“
Demnach kann der Gottesdienst unter dem Motto „Gott hat uns lieb!“, wie es der Chor zu Beginn gesungen hatte, sowie dass der Glaube notwendig sei, um das ewige Leben erreichen zu können, zusammengefasst werden.
Nach dem Gottesdienst konnten sich die Kinder der Gemeinde über eine Osterhasensuche bei wunderschönem Wetter erfreuen.
18. April 2025
Text:
-hk-,
Sarah Hülsemann
Fotos:
Sarah Hülsemann
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