In diesem Jahr feierte die Gemeinde Kleve ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem besonderen Anlass fand am 13. September der Jubiläumsgottesdienst mit Apostel Thorsten Zisowski und Bischof Jens Eberle statt.
Neben der Bezirksleitung und den Vorstehern des Bezirks nahmen auch die Gemeinden Kalkar und Weeze an dem Gottesdienst teil. Darüber hinaus waren viele ehemalige Klever Glaubensgeschwister, sowie Amtsträger im Ruhestand, der Einladung gefolgt.
„Wünschet Jerusalem Frieden!“
Dem besonderen Gottesdienst legte Apostel Thorsten Zisowski das Bibelwort aus Psalm 122,6 zugrunde:
„Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!“
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes hieß der Apostel alle Anwesenden herzlich willkommen. Er betonte, dass es nichts Schöneres gebe, als einen Gottesdienst mit Lobgesang zu beginnen. Dabei nahm er Bezug auf das von den Sängern vorgetragene Lied „Der Herr hat Zion erwählet“ (CM 351).
Anschließend verwies Apostel Zisowski auf das Bibelwort aus Hebräer 13,8:
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“
Dieses Wort, so stellte der Apostel fest, beschreibe in besonderer Weise den heutigen Tag.
Der Blick auf das „Gestern“ richte sich auf die Generationen, die vor uns waren und Verantwortung in der Gemeinde übernommen haben. Sie haben die Gemeinde aufgebaut und gepflegt, das Evangelium weitergetragen und den Menschen Heil verkündet.
Jeder Mensch möchte Erfolg haben
Im weiteren Verlauf seiner Predigt betrachtete Apostel Zisowski die unterschiedlichen Wünsche von Sportlern. Unabhängig von der jeweiligen Sportart hätten sie eines gemeinsam: Sie möchten Erfolg haben.
Dies lasse sich auch auf den Glaubens- und Lebensweg übertragen. „Ich wünsche dir, dass du deine persönlichen Ziele erreichen magst und unbeschadet bleibst. Möge der Glaube in der Lage sein, dir eine Sicherheit zu vermitteln“, so der Apostel.
Dabei erinnerte er an Stammapostel Leber, der einmal drei Wünsche formuliert hatte:
- Das Ziel nicht vergessen.
- Den Weg nicht verlassen.
- Den Mut nicht verlieren.
Apostel Zisowski erläuterte diese drei Aspekte und schenkte sie der Gemeinde Kleve als Gedanken für die Zukunft.
„Auf eines können wir uns verlassen: Gott verlässt uns nicht. Er ist immer an unserer Seite und gibt Kraft, den nächsten Schritt zu gehen. Hierauf darfst du hoffen und vertrauen.“
Das Evangelium – gestern, heute und morgen
Auch im Evangelium finden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Beim Blick auf die Zukunft steht der Wunsch nach Frieden im Mittelpunkt – Frieden für diejenigen, die Gott lieben.
Gott liebt den Menschen, begleitet ihn und ist unwandelbar. Frieden sei dabei ein Nährboden und ein Raum, in dem Entwicklung möglich werde. Wo Liebe vorhanden sei, könnten auch unschöne Dinge repariert und wieder in Ordnung gebracht werden.
Diese Gedanken lassen sich auch auf die Gemeinde Kleve übertragen:
- Hier hast du einen Platz.
- Hier darfst du sein.
- Hier bist du wertgeschätzt.
- Hier bist du willkommen.
- Hier darfst du deine persönlichen Gaben einsetzen.
- Hier kannst du das Gemeindeleben bereichern.
Predigtbeitrag des Gemeindevorstehers
In seinem Predigtbeitrag brachte der Vorsteher der Gemeinde Kleve, Evangelist Roland Oppermann, einen zentralen Gedanken zum Ausdruck: Alles müsse sich auf das Eine konzentrieren – unserem Gott zu danken und ihm Lob und Ehre zu geben.
Ohne Gott, seine Hilfe und seine Nähe wäre niemand von uns heute hier. Der Blick auf die Vergangenheit und auf das Wirken der Vorgänger mache dankbar. Zugleich sei es wohltuend zu wissen, dass wir ihnen auch heute noch eng verbunden sein dürfen.
Auch in der Gegenwart dürfe das Evangelium den Menschen nahegebracht werden – solange, bis das Ziel erreicht sei.
Gemeinsam im Lobpreis
Bischof Jens Eberle brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, gemeinsam mit der Gemeinde in den Lobpreis einzustimmen und den 100. Geburtstag der Gemeinde zu feiern.
100 Jahre unter der Führung Gottes – er war in der Vergangenheit mit der Gemeinde, ist auch heute gegenwärtig und wird sie ebenso in Zukunft begleiten.
Glückwünsche der Stadt Kleve
Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachte ein Vertreter der Stadt Kleve herzliche Glückwünsche zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde. Dabei hob er hervor, wie wertvoll die Neuapostolische Kirche auch für die Stadt Kleve und das gesellschaftliche Miteinander ist.
Zum Abschluss waren alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Beisammensein bei Fingerfood und Getränken eingeladen. In geselliger Atmosphäre bot sich die Gelegenheit zu Begegnungen, Gesprächen und zum Austausch mit aktuellen und ehemaligen Klever Glaubensgeschwistern.
So wurde der Jubiläumsgottesdienst zu einem besonderen Tag, an dem dankbar auf die vergangenen 100 Jahre zurückgeblickt und zugleich vertrauensvoll in die Zukunft geschaut werden konnte.
14. September 2026
Text:
Helmut Küppers
Fotos:
Helmut Küppers
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