„Meinen Frieden gebe ich Euch“, dieses Lied des Chores ließ eine besondere Atmosphäre im Gottesdienst entstehen, den Bischof Jens Eberle am Mittwochabend, 2. September 2026, in Moers-Mitte hielt.
Er betonte, dass dieser Vortrag die Seele stille werden lasse. Seine Empfehlung war, die Sorgen und Kümmernisse einmal für die kurze Zeit des Gottesdienstes auf die Seite zu schieben und sich ganz dem Wort Gottes hinzugeben.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus Jesaja 41, 10: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Frieden und Ruhe im Hause Gottes
Der Bischof erinnerte an die Situation der Jünger als sie feststellten, dass sie kein Brot bei sich hatten. „Sie fanden keinen Frieden.“ Die ganze Gemeinde sollte in der Ruhe des Hauses Gottes Frieden, Ruhe und Trost finden, so der Wunsch des Seelsorgers.
Er erinnerte, dass Jesus zugesagt habe, jedem Einzelnen Kraft zu geben und er sich seiner Sorgen annehmen würde. Es gäbe keine Zusage, dass sich die Verhältnisse ändern, aber die verbindliche Zusage der Fürsorge, der Begleitung und der Nähe Gottes.
Ich bin an deiner Seite
Ganz bewusst machte der Bischof den Schwestern und Brüdern nochmal, dass Gott zu seinem Volk stehe und damit zu jedem Einzelnen. „Vergiss nicht, er wird an deiner Seite sein“, so sein Versprechen. Angst sei ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Sie sei durch die Sünde zu den Menschen gekommen. Aber Gott umgäbe uns völlig mit seiner großen Liebe.“Er stärkt uns, er hilft uns, er hält uns an seiner rechten Hand.“
Mit Blick auf das Heilige Abendmahl verwies Bischof Eberle eindringlich auf die Nähe Jesu Christi in diesem Sakrament. Er meinte, man könne eigentlich auch mal im Internetbericht schreiben, dass Gottes Sohn in Realpräsenz heute Abend in Moers-Mitte gewesen sei.
In seinem Schlussgebet ermunterte der Bischof die ganze Gemeinde, gemeinsam anzupacken. „Hilf uns, gute Gedanken, gute Begegnungen zu haben und dem Nächsten nahe zubleiben und ihm auch ein Helfer zu bleiben, ein Zeuge des Evangeliums.“
Die kraftvolle Antwort des Chores „Fürchte dich nicht länger, sieh ich bin mit Dir…..Nein, niemals allein“ (CM 171).
3. September 2026
Text:
Jutta Schwerdtfeger
Fotos:
Rainer Schwittay
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