„Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nah am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben – mit lauter Stimme, über alle Taten, die sie gesehen hatten.“ (Lukas 19,36–37).
Vorsteher Priester Dirk Dammers erläuterte hierzu, es war ein Moment voller Begeisterung, Hoffnung und Dankbarkeit:
Die Menschen erkennen, dass etwas Großes geschieht – und sie halten ihre Freude nicht zurück. Vielleicht ist das auch eine Einladung an uns: hinzuschauen, was Gott in unserem Leben tut – und es nicht leise zu behalten.
Ein besonderer Anlass
Am Palmsonntag fand der Gottesdienst in Kamp-Lintfort bewusst am Nachmittag um 16.00 Uhr statt – aus einem besonderen Anlass: Der interreligiöse Theologenkreis feierte sein 30-jähriges Jubiläum. Dazu waren neben den neuapostolischen Gemeinden auch viele Gäste aus unterschiedlichen christlichen und muslimischen Gemeinden eingeladen. Ziel dieses besonderen Gottesdienstes war die Begegnung, der Austausch und das gegenseitige Verständnis.
Passend dazu ist in der neuapostolischen Gemeinde Kamp-Lintfort aktuell auch eine Wanderausstellung zum interreligiösen Dialog zu sehen, die diesen Gedanken weiterträgt.
Gemeinschaft erleben
So durften die Anwesenden einen besonderen Gottesdienst erleben – geprägt von Gemeinschaft, Offenheit und dem Wunsch, über Grenzen hinweg zusammenzukommen. Geleitet wurde der Gottesdienst von Vorsteher Priester Dirk Dammers.
Im Mittelpunkt stand die bekannte Bibelstelle vom Einzug Jesu in Jerusalem. Ergänzend dazu wurde während des Gottesdienstes auch die entsprechende Bibellesung vorgetragen, die diesen besonderen Moment noch einmal lebendig werden ließ: Menschen, die voller Freude ihre Kleider auf den Weg legen und Jesus wie einen König empfangen.
Erwartungen und Wirklichkeit
Sie hatten große Erwartungen, sahen in ihm den, der alles verändern würde. Und ja, er hat alles verändert – nur anders, als viele gedacht hatten: nicht durch Macht, sondern durch Liebe, Hingabe und Frieden. Diese Geschichte stellt auch uns heute eine Frage: Wie bereiten wir Jesus den Weg – in unserem Leben, in unserem Alltag, in unserem Miteinander?
Kommt und seht
Glaube lässt sich nicht nur erklären – er will erlebt werden. „Kommt und seht“ war deshalb nicht nur das Motto des Tages, sondern eine echte Einladung: offen zu sein, sich berühren zu lassen und Gott im eigenen Leben Raum zu geben.
Was uns verbindet
Besonders bewegend war der Gedanke, dass uns trotz aller Unterschiede so viel verbindet: die Freude am Guten, die Sehnsucht nach Frieden und die Erfahrung von Liebe. Wenn wir darauf schauen, tritt vieles, was uns trennt, in den Hintergrund.
Unterwegs mit Jesus
Ein schönes Bild aus dem Gottesdienst bleibt im Herzen: Jesus als „Navigator“ unseres Lebens. Auch wenn wir mal falsch abbiegen – er führt uns immer wieder zurück auf den richtigen Weg.
So nehmen die Besucher von diesem Palmsonntag mit:
- den Wunsch Wegbereiter zu sein
- im Frieden zu leben
- gemeinsam das Gute zu suchen
Denn genau darin wird Gottes Liebe sichtbar – mitten unter uns.
1. April 2026
Text:
Tanja Siegert
Fotos:
Tanja Siegert
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