Am Pfingstmontag, den 25.05.2026 waren Geistliche und Gemeindemitglieder aus der ACK (Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in Neukirchen – Vluyn) zusammengekommen, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern.
Von der ACK waren von den Evangelischen Kirchengemeinden Neukirchen und Vluyn – Pfarrer Stefan Vogt, Freie evangelische Gemeinde - Angelika Schrade, St. Quirinus - Pastor Suneel Kumar Pasupula, Neuapostolische Kirche Neukirchen- Vluyn Gemeindevorsteher Priester Dirk Dammers sowie aus jeder Kirchengemeinde noch weitere Vertreter zugegen. Ebenfalls waren der Bürgermeister von Neukirchen-Vluyn Dirk Schauenberg, seine Stellvertreterin Claudia Wilke sowie der zweite stellvertretende Bürgermeister Ulrich Leikefeld anwesend.
Das Wetter meinte es mit strahlendem Sonnenschein und 24 Grad sehr gut. Ab 09:00 Uhr waren Helfer fleißig, um im Schatten der evangelischen Dorfkirche Stühle aufzubauen. Der Platz füllte sich allmählich und kurz vor Beginn mussten noch weitere Stühle dazugeholt werden.
Stefan Vogt - Pfarrer der Evangelischen Dorfkirche, eröffnete den Gottesdienst. Er beschrieb, wie zu Pfingsten vor ca. 2000 Jahren durch den Heiligen Geist verschiedene Sprachen gesprochen wurden, und alle in ihrer eigenen Sprache es verstehen konnten. Auch wenn unterschiedliche Gemeinden zu dem ökumenischen Gottesdienst zusammenkommen, ist es der eine Geist, der wirkt. Auch die Sprache der Liebe und Verständigung, die leider für viele manchmal eine Fremdsprache ist, gilt es zu fördern.
Den Gottesdienst gestalteten verschiedene Vertreter des ACK, die Pantomime Gruppe „AK Lichtblicke“, der CVJM (Christlichen Verein Junger Menschen) mit einem Posaunenchor und alle Anwesenden mit Gesang.
Die Pantomimen Gruppe stellte die Sprachverwirrung in der heutigen Zeit dar. In der Stadt, der Familie, der Gemeinde und im politischen Miteinander. Dabei wurden die Auswirkungen der „sozialen Medien“, in Form von Ausgrenzung und achtloses Aneinander vorbeigehen thematisiert.
Siegfried Mrotzek – ehemaliger Gemeindevorsteher der Neuapostolischen-Gemeinde Neukirchen – Vluyn, las das apostolische Glaubensbekenntnis vor, welches für alle Christen seine Gültigkeit hat.
In einer weiteren Lesung aus Apostelgeschichte 2 wurden die Verse 1-4 in verschiedenen Sprachen und danach Verse 5-11 auf Deutsch vorgelesen.
Suneel Kumar Pasupula - Pastor der Katholischen Kirchengemeinde St. Quirinus Neukirchen – Vluyn, bezog sich auf den Turmbau zu Babel den Stolz und Egoismus zum Einsturz brachten. Heutzutage sind mit sozialen Netzwerken, KI, Handy eigentlich Techniken zur Verständigung da, aber das Gegenteil wird bewirkt – Spaltung und Missverständnis.
Dirk Dammers – Gemeindevorsteher der Neuapostolischen-Gemeinde Neukirchen – Vluyn, fragte: “Verstehst Du mich?“ Das ist auf zweierleiweise zu verstehen. Wissen, um den Inhalt der Worte einerseits und zu akzeptieren und nachvollziehen zu können andererseits, was der andere sagt. Sprache ist mehrdeutig und man kann leicht aneinander vorbeireden. Jesus sagte einmal: Selig sind die Friedensstifter. Und so kann man auch ohne Worte, mit einem Lächeln, einem Händedruck oder einer Umarmung zum Verstehen beitragen, ohne das ein Wort gesprochen wird.
Stefan Vogt vertiefte diese Gedanken: nicht das Sprechen, sondern das Handeln sei das Wichtigste. Der Heilige Geist gibt uns den Mut und schenkt Demut gegen den Trend der Zeit: Zuhören anstatt zu sprechen.
Den Schluss des Gottesdienstes bildeten „Fürbitten“, das „Vaterunser“ und der Segen.
Im Anschluss war noch bei einer Tasse Kaffee Zeit für Gespräche, was auch von vielen genutzt wurde.
28. Mai 2026
Text:
Kerstin Dammers
Fotos:
Kerstin Dammers
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