Die Schwestern und Brüder der Gemeinde Moers-Mitte standen in freudiger Erwartung: Apostel Thorsten Zisowski hatte seinen Besuch angesagt. Was keiner ahnen konnte, wurde Wirklichkeit. Bezirksapostel Stefan Pöschel selbst war die große Überraschung.
Er habe Apostel Zisowski gefragt, wo er denn Sonntag sei. Die Antwort war: in der Gemeinde Moers-Mitte. Der Bezirksapostel versicherte, er habe sich nicht einfach eingeschlichen, sondern der Apostel habe ihm zugesichert, dass er einem weiteren armen Sünder die Türe öffnen würde. Die Bemerkung verbreitete Heiterkeit. Das Textwort für diesen Gottesdienst findet sich im Brief des Paulus an die Römer, im 6. Kapitel, Vers 22.
Näher zu dir
Nach dem Lied der Sänger „Näher zu dir“ betonte der Bezirksapostel, dass es unsere Grundüberzeugung sei, dass uns alles näher führe zu Gott. Nicht immer gehe es uns so, diese Überzeugungen seien von der Situation abhängig, in der wir uns gerade befinden. Es überfalle uns eine Unruhe, bedingt durch Stress in der Familie, eine unheilvolle Botschaft des Arztes, eine ungewisse Zukunft, Sorgen in der Kirchengemeinde. Manchmal könne man es aber gar nicht benennen, was zu einem schlechten Gefühl in uns führe. Trost erfahre man dadurch, dass man nicht alleine sei und außerdem gäbe es diese Problematik nicht erst im 21.Jahrhundert.
Gottes Liebe
Der Bezirksapostel zitierte aus dem 42. Psalm, Vers 12: „Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir.“ Beim Herrn ist Ruhe und wir können zur Ruhe kommen, wenn wir uns ihm öffnen und unser Vertrauen auf ihn setzen. „Harre auf Gott, denn ich werden ihm noch danken,“ sei die markige Antwort auf unsere Fragen. Und er fängt heute Morgen damit an,“ so Stefan Pöschel, „er will dir sagen, ich hab‘ dich lieb. Und es wird dir nichts widerfahren, was dein Seelenheil in Gefahr bringt.“
Der Bezirksapostel ging nochmal auf das Textwort ein, in dem die Rede von Gottes Knechten ist. „In anderen Übersetzungen heißt es sogar: Gottes Sklaven. Für diese Begrifflichkeit gäbe es zwei Gründe: man habe einen Kampf verloren oder habe eine Schuld nicht begleichen können. Die ersten Menschen haben den Kampf gegen die Sünde verloren, der Teufel will ein Anrecht auf uns haben. Den Zusammenhang durchbricht Jesus mit seinem Opfertod, so der Bezirksapostel, „ Er hat uns frei gemacht! Wir seien freiwillig Knechte Christi geworden und Gottes Willen zu erfüllen sei kein Zwang. Da wo Gott ist, kann nur sein Wille herrschen. Gottes Willen tun, das ist Christ sein!“ Aus freien Stücken sollten wir mehr tun und seine endlose Liebe erwidern.
Freiwillige Abhängigkeit
In seinem Predigtbeitrag betonte Apostel Zisowski, das man in der freiwilligen Abhängigkeit auch das ausgleichen solle, was der Andere nicht tut.
Nach dem Heiligen Abendmahl für die Gemeinde feierte der Bezirksapostel das Abendmahl für Entschlafene. Nach Gebet und Segen verließen alles Gottesdienstteilnehmer gestärkt und freudig nach dieser wunderbaren Überraschung das Haus Gottes.
12. Februar 2025
Text:
Jutta Schwerdtfeger
Fotos:
Norbert Zielinski
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