Am Sonntag, 24. November 2024 besuchte Bischof Manfred Bruns die Gemeinde Moers-Nord.
Bereits im Eingangsgebet bat der Bischof darum, dass das Wort und die Lieder durch die Seele gehen, erbauen, stärken und der Gemeinschaft wieder Trost und Kraft geben möge.
Vor 90 Gottesdienstteilnehmern vor Ort, zuzüglich angeschlossener Glaubensgeschwister per Bild und Ton, nahm der Bischof das Bibelwort „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt“ (2Petr 3,13).
Unser Motiv zu warten
Bezugnehmend auf das Chorlied der Sänger „In einer Zeit voll Angst und Sorgen“ (CM 208) sagte der Bischof: Die Liebe zu Jesus Christus ist uns Motiv darauf zu warten und zu sagen, Ja Herr, komme bald. Wir bereiten uns auf das Kommen des Sohnes Gottes vor, wie im Eingangslied besungen „Wie wird uns sein, wenn endlich nach dem schweren, doch nach dem letzten ausgekämpften Streit“ (CB 404). Wir werden ihn sehen, wie er ist, wie es im Johannesbrief steht: Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1Joh 3,2). Dann wird kein Leid mehr sein und wir werden unsere Lieben, die voraufgezogen sind, wiedersehen.
Bis dahin wollen wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten, empfahl der Bischof:
- wir wollen gegen das Böse kämpfen,
- wir wollen die Nähe zu Jesus Christus suchen,
- wir wollen festhalten an der Verheißung des Wiederkommens (2.Petr 3,9).
Der Bischof wies auf die Verheißung der neuen Schöpfung hin (Off 21), die uns verheißen ist. In dieser herrscht göttliche Gerechtigkeit in vollkommener Weise. Wer in der neuen Schöpfung lebt, der ist von der Sünde befreit, weil das Böse keinerlei Anziehungskraft mehr hat.
Die Tiere werden beieinander weiden
Der Bischof erwähnte aus seiner Sonntagschulzeit und seinem Lehrer, was ihn schon damals von dem neuen Himmel und der neuen Erde fasziniert hat: In Jesaja 65, 25 ist zu lesen, dass Wolf und Lamm beieinander weiden, der Löwe wird Stroh fressen usw. Sein Sonntagschullehrer hat das öfter erzählt und sagte seinerzeit: Du kannst dann den Löwen am Schwanz kitzeln und er wird dich nicht beißen! Das war für mich als Kind toll, so der Bischof.
Ein anderes Leben in der neuen Schöpfung
In der neuen Schöpfung wird es ein ganz anderes Leben sein, in einer ganz anderen Lebensqualität. Göttliche Liebe und Gerechtigkeit werden von allen erlebt und können -anders als jetzt- von niemandem in Zweifel gezogen oder hintergangen werden.
Die Hoffnung auf die neue Schöpfung kann uns heute trösten und stärken. Jeder, der unter Ungerechtigkeit und Willkür zu leiden hat, erfährt durch sie, dass all dies einmal nicht mehr sein wird. Mit dieser Hoffnung wollen wir uns untereinander trösten.
26. November 2024
Text:
Redaktion -hk-
Fotos:
Thomas Holländer
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