Am 13. Dezember fand in Neukirchen-Vluyn die letzte Brüderstunde für alle 114 Seelsorger des Bezirks statt. Der Bezirksälteste Karl-Heinz Friedrich leitete in seiner aktiven Amtszeit die letzte Ämterstunde.
Zu Beginn bedankte sich der Bezirksleiter für die seelsorgerische Mitarbeit bei allen Amtsträgern. Er bat die Brüder, diesen Dank auch an die Ehefrauen und Familien weiterzutragen, da sie oft auf ihre Ehemänner und Väter aufgrund der ehrenamtlichen Tätigkeit verzichten mussten.
Der Älteste predigte aus einem Gottesdienst für Amtsträger, den der Stammapostel kürzlich in Buenos Aires gehalten hat. Grundlage des damaligen Gottesdienstes war das Bibelwort aus Lukas 17,10: „So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ Den Brüdern wurde gesagt, dass ein Knecht Gottes zu sein bedeutet: Die Gemeinde gehört allein Jesus Christus und die Entscheidung, wer zur Herde gehört, trifft allein Jesus Christus.
Aufgabe der Diener Gottes ist es zunächst, die Herde zu weiden und mit göttlicher Nahrung zu versorgen. Zum Weiden zähle auch das Beschützen und das Pflegen der Herde. Die größte Gefahr für die Gläubigen bestehe darin, Jesus Christus nicht genug zu lieben und damit für seine Wiederkunft nicht ausreichend vorbereitet zu sein. Eine weitere Aufgabe ist es darauf zu achten, dass die Gemeinden das Wort Gottes aufnehmen können. Hierzu gehört eine ausgeglichene Atmosphäre um aufkommende Konflikte schnell und liebevoll lösen zu können.
Der Älteste wies darauf hin, dass es mit unserer Arbeit, wenn wir zuhause sind, noch nicht getan sei, denn auch im Kreis unserer Familie wollen wir ein Segen sein und unseren Worten Taten folgen lassen. Und was hat es mit dem „unnützen Knecht“ auf sich? „Unsere Person, unsere Ideen sollten nicht wichtig sein. Wir wollen von Jesus predigen, ihn in den Mittelpunkt stellen.“ Unnütze Knechte zu sein, bedeutet auch, dass „wir uns unser eigenes Heil nicht verdienen können – auch nicht mit unserem Dienen. Denn Gnade brauchen wir alle.“
Zu einem Predigtbeitrag wurde Bezirksevangelist Horst Grootz anschließend an den Altar gerufen. Auch er war zum letzten Mal in diesem Kreis als aktiver Amtsträger zugegen, da er auch im Jahresabschlussgottesdienst in den Ruhestand treten wird.
Das Schlussgebet sprach Bezirksevangelist Tobias Branz, der mit Beginn des kommenden Jahres die Leitung des Bezirks Niederrhein übernehmen wird.
Der Bezirksälteste gab seiner besonderen Freude Ausdruck, dass sich Tobias Branz bereit erklärt hat, zukünftig diesen Bezirk zu leiten.
Die Sänger aus dem Brüderkreis umrahmten diese besondere Stunde mit Liedgut aus der Männerchormappe.
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