Schon zu Beginn des Gottesdienstes lag spürbar etwas in der Luft – nicht laut, nicht spektakulär, aber still und wohltuend.
So, als hätte Gott selbst die Tür weit geöffnet und gesagt: „Kommt, hier ist Raum für euch.“ Wer mit einem suchenden Herzen kommt, darf mehr erwarten als einen Gottesdienst – er darf Begegnung erwarten.
Zuflucht – nicht als Theorie, sondern als Erfahrung
In seiner Predigt sprach Vorsteher Priester Dirk Dammers von der Zuflucht unter Gottes Flügeln. Das ist kein poetisches Bild für den Kopf, sondern ein Ort für die Seele. Ein Ort, an dem Unruhe kleiner wird und Vertrauen langsam wachsen darf. Manche Erfahrungen mit Gott sind so tief, dass man sie ein Leben lang nicht vergisst – weil sie Frieden bringen, der nicht von uns selbst kommt.
An der Quelle – nicht nur geben, auch empfangen
Oft bringen wir unsere Bitten und Sorgen zu Gott – wie Pakete, die wir abgeben. Doch dieser Gottesdienst erinnerte uns daran: Die Pforte des Himmels ist nicht nur zum Abgeben geöffnet, sondern auch zum Empfangen. Wer sein Herz öffnet, erfährt: Gott sättigt, Gott erfrischt, Gott antwortet – mit dem, was wir wirklich brauchen.
Licht, das Orientierung schenkt
„In deinem Lichte sehen wir das Licht.“ – Dieser Satz erinnert daran, dass Jesus Christus das Licht ist, das nicht blendet, sondern orientiert. Es geht nicht um Kontrolle oder Perfektion. Es reicht manchmal, einen Schritt im Licht zu gehen – und nicht im Schatten der eigenen Kraft. Wer sich Gott zuwendet, entdeckt Klarheit dort, wo vorher nur Nebel war.
Zwischen Frevel und Frommen – eine Herzensentscheidung
Im Gottesdienst wurde auch daran erinnert, dass es zwei Richtungen gibt, in die sich ein Herz neigen kann: hin zum Frevel – also weg von Gottes Ordnung – oder hin zur Treue, zu den Frommen, die Gott ehrlich suchen. Gott zwingt niemanden. Aber er lädt ein – zu einem Weg, der Leben hervorbringt und nicht Last.
Musik, die Raum öffnet
Ein besonderer Höhepunkt war die musikalische Begleitung durch das Orchester.
Die Musik war mehr als Rahmen – sie war Herzschlag. Mit Hingabe und spürbarer Freude füllten die Klänge den Raum, öffneten innere Türen und machten Platz für Dankbarkeit und stille Begegnung mit Gott. Ein herzliches Dankeschön für diesen musikalischen Dienst – er hat viele Herzen berührt.
Mitnehmen für den Alltag
Wer unter den Flügeln Gottes Zuflucht findet, bleibt nicht derselbe. Licht verändert den Blickwinkel. Quelle verändert Kraft. Begegnung verändert das Herz.
So gehen wir hinaus – nicht mit fertigen Antworten, aber mit einer Richtung:
Mehr Vertrauen als Furcht.
Mehr Licht als Schatten.
Mehr Empfang als Anstrengung.
Gottes Güte ist kein fernes Wort – sie ist ein Ort. Und wer dort ankommt, findet Leben.
20. Oktober 2025
Text:
Tanja Siegert
Fotos:
Tanja Siegert
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