Ein Feuer, das brennt, aber nicht verbrennt – dieses Bild steht für Gottes grenzenlose Liebe. Doch wie lässt sich diese liebevolle Zuwendung Gottes heute ganz persönlich erfahren?
„Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und die Israeliten aus Ägypten führe? Er sprach: Ich will mit dir sein.“
Mit diesem Bibelwort aus 2. Mose 3,11–12a leitete Apostel Thorsten Zisowski den Gottesdienst am Mittwochabend, dem 19. August 2026, in Rheinberg ein.
Der Apostel machte deutlich: Wir haben einen liebenden Gott, der uns begleitet – jederzeit und überall. Das Bibelwort führt uns zu Mose und zu einer entscheidenden Begegnung mit Gott.
Das Volk Israel wurde in Ägypten zunehmend unterdrückt und schließlich versklavt. Mose erlebte, wie ein Ägypter einen Israeliten schlug, und erschlug daraufhin den Ägypter. Als seine Tat bekannt wurde, musste Mose nach Midian fliehen. Dort hütete er Schafe in der Wüste.
Gott offenbart sich
Eines Tages fiel ihm ein brennender Dornbusch auf, der nicht verbrannte. In der trockenen und heißen Wüste war ein brennender Busch zunächst nichts Ungewöhnliches. Doch dieser Busch verbrannte nicht. Mose erkannte: Hier offenbart sich Gott.
Bemerkenswert ist, dass Gott Mose mitten in seinem ganz normalen Alltag begegnete – während er die Schafe hütete. Auch uns kann Gott mitten im Alltag begegnen: in der Freude, in der Müdigkeit und in der Routine des Lebens, aber ebenso in Einsamkeit, Bedrängnis und Krankheit.
Gott ruft uns auch heute zu: „Ich will mit dir sein.“
Als Mose Gott fragte: „Wer bist du?“, erhielt er die Antwort: „Ich bin, der ich bin.“ Gott ist treu, unvergänglich und immer gegenwärtig.
Und wenn wir fragen: „Wer bist du?“, dann ruft Gott uns bei unserem Namen. Wir denken dabei an unsere Wassertaufe, bei der das Kreuz auf unserer Stirn gezeichnet und unser Name genannt wurde. Durch die Heilige Versiegelung ist unser Name in das Lebensbuch des Lammes eingeschrieben.
Damit sagt Gott zu jedem Einzelnen von uns: Du bist jemand. Ich habe dich geschaffen, und du bist mein.
Gottes Zusage bei Krankheit
Der Apostel berichtete von einem Telefonat, in dem ihm von einer dramatischen Erkrankung erzählt wurde. Vielleicht wollte der Anrufer hören: „Es wird alles wieder gut.“
Doch ein solches Versprechen konnte der Apostel nicht geben. Was er aber versprechen konnte, war etwas anderes und zugleich viel Tieferes: Gott wird mit Ihnen sein.
Dieses Versprechen gilt. Es ist unumstößlich. Es ist göttliche Gewissheit. Gott ändert seine Meinung nicht.
„Ich bin, der ich bin.“
Gott kennt uns
Gott sieht uns in unserem Alltag. Er erkennt, wenn es einmal nicht läuft, wenn wir müde sind und wenn die Kräfte nachlassen. Er sieht auch, wie viel Anstrengung und Belastung hinter unserem Leben liegen.
Apostel Zisowski machte Mut: Gott sagt uns: Wenn du mit mir bist, dann will auch ich mit dir sein. Ich bleibe bei dir.
Bezirksältester Branz unterstrich Gottes Zusage
Im weiteren Predigtbeitrag griff Bezirksvorsteher Branz noch einmal die Geschichte des Mose auf. Trotz aller Schwierigkeiten blieb Mose beim Herrn. Er führte die Israeliten aus Ägypten.
Doch damit waren die Schwierigkeiten nicht vorbei. Als das Volk am Schilfmeer stand, schien der Ausweg versperrt. Vielleicht kam der Gedanke auf: Jetzt ist alles vorbei.
Aber auch in dieser Situation erlebten Mose und das Volk: Gott ist mit uns.
Gott teilte das Wasser durch einen starken Wind, sodass die Israeliten trockenen Fußes durch das Meer ziehen konnten.
Auch unser Leben kennt solche Situationen. Krisen haben wir, Krisen hatten wir – und Krisen werden wieder kommen. Nicht, weil Gott sie uns wünscht, sondern weil Krisen Ausdruck der Sünde und des Bösen in dieser Welt sind.
Doch eines dürfen wir gewiss sein: Gott wird uns in unseren Krisen niemals allein lassen. Er bleibt an unserer Seite.
Darum gilt auch für uns die Aufforderung:
Lasst uns bei ihm bleiben.
Denn wer bei Gott bleibt, darf darauf vertrauen, dass auch Gott bei ihm bleibt.
„Ich will mit dir sein.“
20. August 2026
Text:
Helmut Küppers
Fotos:
Helmut Küppers
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