Anlässlich des 100-jährigen Gemeindejubiläums besuchte Bezirksapostel Stefan Pöschel am 17. September die Gemeinde Neukirchen-Vluyn und hielt dort den Gottesdienst.
Eingeladen war auch die Gemeinde Moers-Nord.
Der Gottesdienst wurde in den gesamten Bezirk Niederrhein übertragen.
Grundlage war das Bibelwort aus Jesaja 57, 19b „Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR; ich will sie heilen.“
Zu Beginn übermittelte der Bezirksapostel die Glück- und Segenswünsche aus dem Apostelkollegium Westdeutschland. Er ging dann auf den prächtigen Blumenschmuck ein und sagte, dass dieser die Vielfalt der Gemeinde symbolisiert. Viele verschiedene Blumenarten stehen gemeinsam für die Vielfalt der Menschen in der Gemeinde. Jede Blume habe ihren eigenen Platz und trage zum Gesamtbild bei; auch als Sinnbild der Schöpfung, Allmacht Gottes und der Liebe zu allen Menschen. Er betonte, dass die Vielfalt die Unterschiedlichkeit innerhalb der Gemeinde darstellt.
Rückblick und Entwicklung der Gemeinde
Viele Ortsgemeinden und Kirchen in der Region entstanden durch Anwerbung von Menschen aus einfachen Verhältnissen, z. B. Bergleute, die Arbeit suchten und dabei Gott nicht vergaßen. Die Anfangszeiten waren geprägt von Bescheidenheit. Gottesdienste fanden oft in Wohnzimmern oder Räumen von Glaubensgeschwistern statt. Der Fokus stand auf dem Wort Gottes und der Versammlung der Geschwister, die gemeinsam Gott loben und ehren.
Der Bezirksapostel wünschte sich, dass die kommenden Jahre den Blick auf das Wesentliche bewahren: Gottes Gegenwart, geistliche Reichtümer und die Gemeinschaft in Christus.
Frieden als zentrales Anliegen
Die Geschwister sollen Frieden im persönlichen Herzen, in der Gemeinde und im Umfeld halten. Frieden wird nicht nur durch Gebete erreicht, sondern aktiv gelebt. Wer Frieden will, muss ihn auch in Beziehungen, im Miteinander und in Begegnungen fördern, statt Zwietracht zu nähren.
Bezirksapostel Pöschel erinnerte daran, dass der Teufel Zwietracht sät, und forderte daher Wachsamkeit und aktives Streben nach Frieden. Grundlage für den Frieden ist Jesus Christus. Er ist der Friedensstifter, der Frieden in die Herzen trägt und durch Begegnung in der Welt wirkt.
Der Leib Christi als Bild der Gemeinde
Die Gemeinde wird im Kolosser Brief als Leib Christi beschrieben, dessen Haupt Jesus Christus ist. Alle Glieder (Hände, Füße, Augen, Ohren, etc.) arbeiten unter dem Kopf zusammen. Dieses Bild illustriert, dass jeder Mensch eine individuelle Rolle hat, die zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt.
Der Bezirksapostel betonte, dass niemand sich zurückgesetzt fühlen darf, aber auch niemand versucht, sich wichtig zu machen. Stattdessen soll jeder harmonisch seinen Platz einnehmen. Ziel ist ein friedvolles Miteinander, in dem die Geschwister einander dienen und auf das hören, was der Kopf (Jesus) anordnet.
Gastfreundschaft und missionarischer Auftrag
Er betonte die Bedeutung der Gäste in der Gemeinschaft. Gäste sollen willkommen geheißen werden und die Gemeinde soll offen sein für Menschen, die das Wort Gottes hören möchten. Die frohe Botschaft des Evangeliums soll nicht nur innerhalb der Gemeinde bleiben, sondern nach außen getragen werden.
In Jesaja steht, dass Gottes Frieden sowohl in der Nähe (unter den Gläubigen) als auch in der Ferne (für Menschen, die noch keine Beziehung zu Gott haben) gilt.
Der Bezirksapostel überbrachte der Gemeinde und dem angeschlossenen Bezirk ein Grußwort aus Kolosser 3,15 „Der Friede Christi soll die Gemeinde regieren, als Teil eines Leibes; die Gläubigen sollen in dieser Ordnung zusammenleben.“
Er wünschte, dass der Frieden als verbindendes Element in der Gegenwart und Zukunft stärker sichtbar wird und rief dazu auf, offenzubleiben für Gäste und das Miteinander zu stärken
Bezirksvorsteher Evangelist Jens Eberle (Kirchenbezirk Dortmund) bezeichnete in seinem Predigtbeitrag die Gemeinschaft als buntes und fröhliches Blumenbouquet, das die Gründerzeit der Kirche widerspiegelt. Er hob hervor, dass die Geschwister das Evangelium mutig weitertrugen, sich nicht kleinschrieben und die Botschaft Jesu Christi lebten. Er forderte die Geschwister auf, wieder mutig Menschen einzuladen.
Bischof Bruns bereitete die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vor.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen verabschiedeten sich die Geschwister glücklich vom Bezirksapostel.
17. September 2025
Text:
Norbert Zielinski
Fotos:
Marcel Felde
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