Apostel Zisowski gab seiner Freude Ausdruck, dass es möglich ist, an diesem Karfreitag in Gemeinschaft zusammenzukommen.
Er teilte mit, dass nach Berichten der Karfreitag auf das vierte Jahrhundert zurückgeht. Uns ist es heute ein Bedürfnis im Hause Gottes zusammenzukommen und auf die historischen, bedeutenden Ereignisse zurückzublicken und in Erinnerung zu rufen, was dieser Tag für uns bedeutet.
Die Vorgaben konnten nicht in Gänze erfüllt werden
Die Menschen zur damaligen Zeit konnten den Vorgaben und erlassenen Normen nicht gerecht werden. Man hat versucht, das ganze Leben zu regeln. Der Sohn Gottes hatte die Aufgabe, den Menschen mit dem Willen Gottes vertraut zu machen. Er verdeutlichte den Menschen, dass es keinen strafenden Gott gibt, auch wenn man die Gesetze nicht erfüllen konnte. Er ist ein liebender Gott.
Der Sohn Gottes gab den Hinweis, wie es weitergehen sollte, dass man Gnade empfangen kann für Unvollkommenheit. Auch wenn man gefallen ist, wenn man gescheitert ist in den Verhältnissen, dann braucht niemand verzweifeln, da es die Möglichkeit gibt, Gnade zu bekommen.
Drei Aufgaben Jesu
Diesen großartigen Gott zu erklären, war die erste große Aufgabe des Gottessohnes.
Die zweite große Aufgabe war, Wünsche zu erkennen. Der Apostel wies auf die großen Versuchungen des Teufels an Jesus hin (in der Wüste, auf der Zinne des Tempels usw.). Wie hat sich Jesus verhalten, als er gekreuzigt wurde? Er sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!
Die dritte große Aufgabe war das Opfer, was zu erbringen war. Er wurde Mensch, um zu offenbaren, dass er selbst der Weg zum Leben ist – zur ewigen und vollkommenen Gemeinschaft mit Gott. Durch den Tod am Kreuz wurde eine neue Epoche der Heilsgeschichte eingeleitet.
Das Opfer war der Wille Gottes zu Erlösung
Die Kreuzigung war keine Niederlage, sondern Ursache des Heils für Lebende und Tote. Deshalb ist Jesus nach seinem Tod, also am Karsamstag, auch hinab gestiegen in das Reich des Todes, um den Toten das Evangelium zu verkündigen. Er offenbarte ihnen die Heilsbedeutung seines Todes und eröffnete zugleich den Weg zum ewigen Leben.
Jesu Opfer hat also Auswirkungen im Diesseits und im Jenseits.
Bereits nach fünf Tagen kippte die Stimmung
Der Apostel beleuchtete die kurze Zeitspanne von Palmsonntag, wo Jesus seinen größten Triumpf auf Erden erlebte mit „Hosianna-Rufen“ und „gelobt sei der da kommt“. Danach kippte die Stimmung und der Ruf ertönte „kreuziget ihn“.
Jesu Opfer auch für uns
Karfreitag ist nur einmal im Jahr. Wir dürfen heute in jedem Gottesdienst heiliges Abendmahl feiern, welches auch ein Gedächtnismahl ist. Ein Mahl, damit wir uns erinnern, dass er sein Leben auch für unsere Sünden gab. Somit haben wir auch heute die Möglichkeit, durch das Opfer Jesu wieder in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen.
Der Wunsch des Apostels
Wir gehen diesen Weg bis zum heutigen Tag und ich wünsche Jedem, so Apostel Zisowski, dass wir den Glauben behalten, den Mut und die Entschlossenheit haben, diesen Weg fortzusetzen, bis zu dem Augenblick, wenn der Sohn Gottes uns entgegenkommt, um die Braut heimzuholen.
Co-Predigt von Bezirksevangelist Storck
Bezirksevangelist Storck wirkte in diesem Gottesdienst mit. Er betonte, dass Jesus gewusst hat, welches Opfer er bringen sollte und was auf ihm zukommen wird. Er war Mensch und wird auch Angst gehabt und gezittert haben. Es heißt: Er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst! Hieraus spricht das Vertrauen zu seinem Vater.
Gott ist bei uns
Auch für uns kann das ein Resultat sein: Gott ist bei uns. Wir brauchen als Christen nicht beim Leid stehen bleiben. Gottes Wille ist die Erlösung. Jesus Christus hat das Opfer aus lauter Liebe gebracht. Wir dürfen heute wissen, dass nach Karfreitag Ostern kommt. Das Einzige, was wir noch nicht wissen, ist der Tag, wann Jesus wiederkommt.
Mit Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl und Schlusssegen beendete der Apostel den Gottesdienst.
3. April 2026
Text:
Helmut Küppers
Fotos:
Helmut Küppers
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