Zum Gottesdienst an Palmsonntag waren in Issum die Jubilare, welche vor 25 und 50 Jahren ihr Gelübde abgelegt haben, eingeladen. Bezirksevangelist Markus Storck führte diesen besonderen Gottesdienst durch.
In allen neuapostolischen Gemeinden an diesem Sonntag war das Bibelwort: „Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten (Lk 19,36.37) Grundlage der Gottesdienste.
Bezirksevangelist Storck begrüßte zu Beginn besonders die Jubilare und hieß sie in der großen Gemeinde herzlich willkommen. Danach folgte eine Bibellesung aus Markus 11 die Verse 1-11.
Vor der Predigt wurde den Anwesenden ein Instrumentalstück (Mehr lieben möcht' ich dich) vorgetragen.
Einzug in Jerusalem
Anschließend ging der Dienstleiter auf die geschichtliche Begebenheit ein und sprach davon, dass alle vier Evangelien vom Einzug Jesu in Jerusalem berichten. Matthäus und Markus erwähnen die Menge mit Palmzweigen und Hosianna-Rufen. Johannes verknüpft die Szene mit der Auferweckung des Lazarus. Lukas betont die Freude der Jünger: Sie loben Gott laut für die Taten Jesu, die sie erlebt haben.
Als Jesus auf einem jungen Esel (Füllen), auf dem noch nie zuvor jemand gesessen hatte, beim triumphalen Einzug in Jerusalem einzog, breiteten die Jünger etwas Wertvolles, nämlich ihre Kleider, zu seinen Füßen. Damit ehrten sie ihn als König.
Wie erwartest du Jesus?
In die heutige Zeit transportiert gilt die Frage: „Wie erwartest du denn Jesus in deinem Leben?“, fragte der Bezirksevangelist. Soll er heute deine Probleme lösen? Wir wissen, er erlöst unsere Seele, er schafft etwas Gutes in uns und hilft uns, mit den Dingen in unserem Leben umzugehen. Heute ehren wir ihn mit den Gaben, die wir erhalten haben. In jedem von uns ist etwas Gutes verborgen, z.B. die Gabe zu musizieren, zu dirigieren, zu organisieren usw.
Konfirmationsworte auch heute noch aktuell
Markus Storck ging dann auf die Jubilare ein, zunächst auf das 50-jährige Jubiläum und zitierte das 1976 gegebene Konfirmationswort: „Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.“ (Jesaja 12,2). Das Konfirmationswort von 2001 lautete: „...doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme“ (Offenbarung 2,25).
Wie weit hat dich dieses Bibelwort begleitet?, fragte der Bezirksevangelist. Was hat unser Gott in den vergangenen Jahren Gutes an uns getan? Man könnte jetzt den Kopf senken und denken: schau dir mal die Zeit an, in der wir leben, wie sich alles um uns herum entwickelt. „Ich wünsche uns, dass wir unser Haupt erheben können und das Gute sehen, was wir jetzt erleben oder bisher erlebt haben.“
Wenn wir das Wort von 1976 ansehen, ist dieses auch heute noch aktuell. Heute haben wir das Jahresmotto: Fürchte dich nicht, glaube nur! Damals hieß es: Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht. Bezirksevangelist Storck: „Das ist doch eine gute Nachricht, eine gute Botschaft des Glaubens.“ Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht (Hebr. 11,1). Gott ist auch heute noch da und wir können loben, preisen und anbeten für das, was er Gutes an uns getan hat.
Bezogen auf das Konfirmationswort 2001 „...doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme“ (Offenbarung 2,25) beleuchtete der Dienstleiter dieses Wort: Man könnte fragen: Ja, was haben wir denn? Das bisschen, was wir haben? Es ist alles eine Frage der Sichtweise. Ich wünsche einem Jeden, dass wir den Reichtum unseres Glaubens erkennen können, den Reichtum unserer Gemeinde, den Reichtum unserer Sakramente, die Gott unser himmlischer Vater uns geschenkt hat. Wir wollen ihn dafür loben und danken und es festhalten, bis er wiederkommt.
Von den ersten Christen heißt es: Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet (Apg 2,42).
Jesus der König des Lebens
Dieses wollen auch wir festhalten und uns besonders am heutigen Palmsonntag erinnern, dass Jesus als König des Lebens in Jerusalem einzog. Obwohl er anschließend gekreuzigt wurde, bleibt er für alle Zeit der König des Lebens. Kurz danach musste er ans Kreuz. Dort hat er ein unglaublich großes Opfer gebracht. Auf die große Tat seiner Liebe können wir uns auch heute berufen. Menschen aus aller Vergangenheit, der Gegenwart und aller Zukunft können nehmen, was sie für ihr Seelenheil benötigen.
Der Heilsplan Jesu endet nicht am Kreuz, sondern lebt weiter, zur Auferstehung und bis zur Wiederkunft des Sohnes Gottes. Zum Ende der Predigt wies der Bezirksevangelist auf unsere Zukunft hin, wie sie in der Offenbarung beschrieben ist: Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein (Offb. 21,3).
Mitgewirkt im Gottesdienst hat der Vorsteher der Gemeinde Issum. Er unterstrich die Predigt des Bezirksevangelisten und empfahl, darüber nachzudenken, was uns Gott in unserem Leben schon alles Gutes getan hat.
Mit dem Schlusssegen endete die Predigt. Anschließend waren alle Konfirmationsjubilare zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee und Gebäck eingeladen.
30. März 2026
Text:
Helmut Küppers
Fotos:
Helmut Küppers
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