In Kamp-Lintfort fanden im Erntedankgottesdienst die Segenshandlungen Taufe und Hochzeit statt. Da der Ehemann Amerikaner ist, wurden die Predigt des Gottesdienstes und die Handlungen simultan ins Englische durch Diakon Lars Mrotzek übersetzt.
Priester Alfred Jüngling predigte in der gut besuchten Kirche mit dem für alle Gemeinden zum Erntedankgottesdienst gegebenen Bibelwort: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Gehorsam und Ungehorsam
Er führte aus, wie zu Anfang im Paradies, so auch zur Zeit Noahs, forderte Gott zum Wohle der Menschen Gehorsam gegenüber seinem Wort und seinem Willen.
- Adam und Eva entschieden sich für den Ungehorsam – mit den entsprechenden Folgen.
- Noah und seine Familie entschieden sich den Willen Gottes zu befolgen, was ihnen zum Segen und zur Errettung diente.
Auch heute erwartet Gott von allen Menschen Gehorsam und die Beachtung seines Willens. Das dient zum großen Segen und zum Heil derer, die danach handeln. Der Regenbogen ist auch heute noch sichtbares Zeichen seiner Güte und seines Wohlwollens gegenüber den Menschen (1. Mose 8,22).
Manche Menschen meinen es geht ihnen gut, wiegen sich in Sicherheit. Das kann im nächsten Moment ganz anders sein, wie auch zu Noahs Zeiten. Viele haben die Worte Gottes missachtet, Noah und sein Werk sogar verspottet und dachten, es gehe ihnen gut. Dann kam die Sintflut (1. Mose 7).
Gott hat seinen Plan den Menschen immer vorher kundgetan, so auch die bevorstehende Wiederkunft Christi (Offenbarung 22,7). Lasst uns auf seine Stimme hören, auch wenn wir seinen Plan nicht immer verstehen, wollen wir ihm dennoch vertrauen.
Priester Bieber unterstrich in der Co-Predigt die Gedanken des Dienstleiters und bereitete auf das Heilige Abendmahl vor.
Segen für Alle
Priester Jüngling erwähnte, dass heute ein besonderer Segenstag sei, der Segen sei nicht nur für den Täufling, oder nur für das Hochzeitspaar, sondern für jeden in der Gemeinde gültig, der ihn an sich zieht und daran glaubt.
Zur Taufe schenkte Pr. Jüngling dem Ehemann Eng Chen Seong Adam das Bibelwort: Die Furcht des Herrn ist aller Weisheit Anfang (Sprüche 1,7). In seiner Ansprache erwähnte der Dienstleiter König Salomo. Weil er gottesfürchtig war, konnte er in historisch großer Weisheit regieren. Als Christ ist es gut gottesfürchtig zu sein, es lehrt uns durch Gehorsam den Willen Gottes zu erkennen und in die Glaubensweisheiten hineinzuwachsen. Die Taufe hat auf uns nicht nur Auswirkung hier auf Erden, sondern in alle Ewigkeit.
Dein Name, so Pr. Jüngling weiter, ist Adam. Auch der erste Mensch hieß Adam und der hatte ein ganz enges Verhältnis zu Gott. Er konnte mit Gott sprechen, er hörte Gott, er war in engster Gemeinschaft mit ihm. Das möchte Gott auch dir schenken durch die Taufe. Einen engen unauflösbaren Bund mit ihm.
Segen zur Eheschließung
Im Anschluss der Taufe folgte die Trauung mit Schüljeta Komrie Buzhala. Dem Ehepaar wurde das Bibelwort: Der Name des Herrn ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt (Sprüche 18,10).
In der Ansprache an das Brautpaar betonte Priester Jüngling, dass das Eheleben nicht nur aus Freuden besteht, sondern auch Sorge, Trübsal und Not beinhalten kann. Damit der Segen Gottes in der Ehe bleibt und das gemeinsame Leben gemeistert werden kann, ist unabdingbare Voraussetzung, die Treue zu Gott und zum Partner. Die wichtigste Aufgabe für neuapostolische Ehepaare ist, dass einer dem anderen behilflich ist, das Ziel des Glaubens zu erreichen.
Eine Besonderheit während des Gottesdienstes: Eine Taube auf dem Kirchengebäude
In der Bibel sind etliche Hinweise festgehalten, dass eine Taube eine besondere Rolle gespielt hat.
Die Predigt im Gottesdienst stammte aus der Zusage Gottes an Noah (1. Mose 8,8) Eine Taube spielte hier eine besondere Rolle, ebenso bei der Taufe Jesu im Jordan (Markus 9,10).
Neben einer Taufe im Gottesdienst fand auch eine Grüne Hochzeit statt. Oftmals wird auf den Brauch zurückgegriffen, weiße Tauben fliegen zu lassen. Sollen sie doch Treue, Glück und Frieden symbolisieren.
Auf dem Kirchengebäude setzten sich während des Gottesdienstes zunächst zwei Tauben direkt aufs Kirchendach, eine der beiden blieb beharrlich und für alle gut sichtbar auf dem Dachfirst sitzen.
Darüber haben sich die Geschwister und auch die Brautleute gefreut, dass Gottesdienst und Handlungen in irgendeiner Weise sinnbildlich durch die Taube dargestellt wurden.
9. Oktober 2024
Text:
Hendrik Herrmann,
Helmut Küppers
Fotos:
Hendrik Herrmann
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