Der Weltgebetstag, der weltweit von Frauen der Ökumene vorbereitet und gestaltet wird, führte in diesem Jahr nach Nigeria. Jedes Jahr stellen Christinnen ein anderes Land vor und machen auf die Lebenssituation der Menschen aufmerksam. Gleichzeitig wird durch Spenden konkrete Hilfe vor Ort ermöglicht.
Auch in Kamp-Lintfort wurde der Weltgebetstag gemeinsam gefeiert. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK), dem auch die Neuapostolische Kirche Kamp-Lintfort angehört.
Die Andacht fand am Freitag, 6. März 2026, im Josef-Jeurgens-Haus statt.
Grundlage der diesjährigen Andacht war ein Entwurf von Christinnen aus Nigeria in Westafrika. Besonders erfreulich war, dass auch Gemeindemitglieder mit nigerianischen Wurzeln an der Gestaltung beteiligt waren. Die Geschwister der Gemeinde Bola, Milena und Christiana, brachten ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Verbundenheit mit dem Land ein.
Nigeria ist mit über 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas und verfügt über eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit. Der Vielvölkerstaat besitzt die größte Volkswirtschaft des Kontinents und zählt zu den wichtigsten Ölproduzenten. Gleichzeitig steht das Land auf dem UN-Index für menschliche Entwicklung nur auf Platz 161 von 193 Ländern. Armut, Gewalt und ethno-religiöse Konflikte prägen vielerorts den Alltag der Menschen.
Besonders Frauen tragen häufig eine große Last. Armut, Gewalt gegen Frauen, bewaffnete Konflikte, terroristische Überfälle und die Sorge um ihre Kinder bestimmen vielfach ihr Leben. Viele nigerianische Christinnen schöpfen jedoch Kraft aus ihrem Glauben. Häufig beginnen sie ihren Tag mit den Worten „With the grace of God“ – in der Gnade und unter dem Schutz Gottes. Vor diesem Hintergrund stand auch das Motto des Weltgebetstags: „Kommt! Bringt eure Last.“
Für die neuapostolische Gemeinde Kamp-Lintfort war es in diesem Jahr eine besondere Premiere, erstmals aktiv am Weltgebetstag mitzuwirken.
In Nigeria leben rund 285.000 neuapostolische Christen in etwa 1.100 Gemeinden, die von zehn Aposteln betreut werden.
Im Anschluss an die Andacht waren die Besucherinnen und Besucher zu Kaffee und Austausch eingeladen – eine schöne Gelegenheit für Begegnung, Gespräche und gelebte ökumenische Gemeinschaft.
17. März 2026
Text:
Elke Mannek,
Tanja Siegert
Fotos:
ACK Kamp-Lintfort
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