Apostel Thorsten Zisowski besuchte am Donnerstagabend, 2. Mai die vollbesetzte Gemeinde Neukirchen-Vluyn. In dieser Feierstunde führte er eine Versiegelung und drei Amtshandlungen durch.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus Matthäus 13,52: „Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“
Kommet her
Der Apostel nahm das vom Chor vorgetragene Lied „Kommet her“ (CM 115) zu Beginn des Gottesdienstes als Impuls auf und stellte fest: Was für eine Einladung, wenn nicht die Schönste in der Heiligen Schrift. Die Aufforderung von ihm, das Joch Jesu Christi anzunehmen. Eine Stelle unter dem Joch sei bereits von Jesus ausgefüllt und er fordert uns auf, mit unter sein Joch zu kommen. Hier ist Dein Platz und er verspricht Dir, dass Du es nicht als untragbare Last empfindest, sondern dass es leicht ist und wir gemeinsam etwas bewegen können.
Nehmt auf euch mein Joch
- Ich verspreche Dir
- Ich gehe mit, Du bist nicht alleine
- Wir werden dieselbe Richtung haben
- Wir werden an dem selben Werk arbeiten und wir werden Erfolg haben
Altes bewahren und offen für Neues
Bei den Juden gab es 613 Regeln, aufgeteilt in 365 Verbote und 248 Gebote. In der Bergpredigt hat der Herr Jesus gesagt, dass er nicht gekommen sei, diese Gebote aufzuheben, denn es waren auch viele Dinge geregelt, die gut waren, wie zum Beispiel die 10 Gebote. Die kultischen Regeln waren fragwürdig. Jesus selbst brach sie, er hat am Sabbat geheilt, ließ die Jünger Ähren suchen, er hat sich nicht von unreinen (kranken) Menschen ferngehalten, er hat Tote berührt. Er stellte etwas Neues dagegen was fortan Bestand haben sollte: Das Evangelium Jesu Christi. Das Gebot der Liebe überdeckt alles. Auch wenn andere Gebote ihre Berechtigung haben, so ist das höchste Gebot Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Also auch die eigene Seele zu lieben. Wer die eigene Seele nicht mehr liebt, tut nichts mehr für sie. Das ist ein ganz gefährlicher Zustand.
Das Evangelium zeigt einen anderen Weg zu Gott auf, als es die Gesetze tun. Der Herr Jesus spricht von Gnade, Vergebung, von der Liebe die der Vater jedem Menschen schenkt. Dazu muss ich an Gott glauben, dass der Herr Jesus das Opfer gebracht hat, dass er auferstanden ist. Die Selbstoffenbarung Gottes wird durch den heiligen Geist abgeschlossen zu Pfingsten abgeschlossen. Gott der Vater, er war immer da. Dann folgte die Zeit Gott des Sohnes. Und jetzt kommt die Zeit, da Gott sich durch den heiligen Geist offenbart. Er ist nicht mehr eine sichtbare Person. Es ist was anderes, was in Deine und meine Seele dauerhaft gegeben wird. Sichtbar ist die Kirche Christi in ihrer Vollkommenheit und Unvollkommenheit. Sichtbar ist das Apostolat. Als Mensch ist keiner perfekt. Auch die Apostel kümmern sich um das Heil ihrer Seele. Nur das Amt ist vollkommen, weil Jesus es gegeben hat. Alles was heilsnotwendig ist, soll durch dieses Amt vermittelt werden. Also Gabe des Heiligen Geistes, die notwendig ist, um das ewige Leben zu erhalten. Das Heilige Abendmahl ist heilsnotwendig. Wer nicht mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat keinen Anteil an mir. Das reicht aber immer noch nicht. Wir sollen danach streben, was Jesus Christus uns vorgelebt hat. Auch wenn wir die Erkenntnis haben, dass wir es in dieser Form auf Erden nie erreichen werden. Es ist heilsnotwendig auf die Wiederkunft Jesus Christi zu warten. Das ist das, was das Evangelium letztendlich ausmacht. Es löst den kultischen Teil der alten Regeln ab. Es gibt einen neuen Weg zu Gott. Es gibt eine Verheißung die da lautet: Ich werde wiederkommen, ich werde die zu mir holen, die diesen Weg gegangen sind und das in ihrem Leben umgesetzt haben, trotz ihrer Unvollkommenheit, aber meine Gnade hat sie begleitet.
Segenshandlungen
Nach der Predigtzugabe von Bischof Bruns und der Sündenvergebung folgten die Segenshandlungen des Apostels:
Einer ganz jungen Seele, erst wenige Monate alt, wurde nach der Ansprache des Apostels der Heilige Geist gespendet.
Priester Volker Krön wurde von der Aufgabe als Gemeindevorsteher in Neukirchen-Vluyn entlastet.
Priester Dirk Dammers wurde als Gemeindevorsteher für Neukirchen-Vluyn beauftragt.
Diakon Daniel K. wurde zum Priester für die Gemeinde Weeze ordiniert.
Den Schlusspunkt setzte der Chor mit dem Lied „Mein Herz ist still geworden“ CM 212.
4. Mai 2024
Text:
Norbert Zielinski
Fotos:
Kerstin Dammers
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