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Ein guter Start für 2012: Apostel Rainer Storck besucht KalkarMittwoch, 11.01.2012
Am 11.01.2012 besuchte Apostel Storck die Gemeinde Kalkar, zu der auch die Gemeinden Kleve und Xanten, sowie alle Seniorenbeauftragten des Bezirks Niederrhein mit ihren Frauen eingeladen waren.
Nach dem Eingangslied „Lass die Herzen immer fröhlich…“ legte der Apostel dem Gottesdienst das Bibelwort aus 1. Petrus 5 Vers 8 zu Grunde: Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
Nach dem Vortrag des Chores „Jesus erfülle mein Herze mit Freunde“ ging der Apostel auf dieses Lied kurz ein und stellte diese Bitte an den Anfang seiner Predigt. Er stellte den Bezug zum Auftaktgottesdienst für Vorsteher her, den unser Bezirksapostel drei Tage zuvor gehalten hatte. Dieser Gottesdienst hatte als Grundlage: Dienet dem Herrn mit Freuden (Psalm 100 Vers 2).
Das "Dienen" ist nicht immer eine angenehme Aufgabe, so der Apostel, als Kinder wurde uns noch beigebracht, dass Jungs bei Begrüßungen einen Diener und Mädchen einen Knicks machen.
Im Evangelium Jesu Christi ist von einem völlig uneigennützigen Dienen die Rede, ohne Anspruch darauf, dass man etwas bekommt, oder man dadurch einen Vorteil erreicht. Auch nicht, dass einem auf die Schulter geklopft wird. Jesus tat einen Dienst, der sonst nur von Sklaven getan wurde; es war ein niederer Dienst: Er wusch den Jüngern die Füße und endete: Ein Beispiel habe ich euch gegeben (Joh. 13, 5).
Der Apostel verband Freude und Dienen, also mit "Freuden Dienen", dies geht nur mit einer gewissen Grundstimmung und verwies wieder auf das zu Beginn gesungene Lied: Lass die Herzen immer fröhlich.
In dem Lied nennt uns der liebe Gott seine Kinderlein und dieses Wissen kann zu der Grundstimmung führen, das wir mit "Freuden Dienen" wollen und können.
Bezug nehmend auf das Textwort sagte der Apostel, dass man einen Menschen als nüchtern bezeichnet, wenn er die Dinge so sieht, wie sie tatsächlich sind und nicht von einer Vorstellung oder von Wünschen berauscht.
Bezogen auf die Glaubensebene:
1. Nüchtern als Menschen müssen wir feststellen: wir sind vergänglich.
Wer spricht in 50-60 Jahren noch über uns? Wer bin ich denn? Das ist nüchtern betrachtet; alles ist vergänglich hier auf Erden.
Der reiche Kornbauer hat die Dinge nüchtern gesehen und festgestellt, das große Ernten und Vorratsspeicher nicht reichten. Er ließ größere Speicher bauen und meinte, dass er nun Ruhe für viele Jahre habe. Er hatte jedoch nur den Versorgungsgedanken für das irdische Leben betrachtet. Er wurde später als Narr bezeichnet (Lukas 12, 20). Für die heutige Zeit bedeutet das, dass wir darauf achten müssen, dass sich die Gedanken nicht breit machen „mein Herr kommt noch lange nicht“, sondern dass wir für die Ewigkeit vorsorgen und uns heute entsprechend verhalten.
2. Nüchtern als Menschen müssen wir feststellen: wir sind Sünder.
Keiner kann von sich behaupten, er würde keine Sünde begehen, dies zu erkennen ist sehr wichtig.
Wir haben zwei Möglichkeiten:
1. wie der Pharisäer mit den Gedanken: Herr ich danke Dir, dass ich nicht so bin wie die anderen Leute usw. (Lukas 18,11)
oder
2. wie der Zöllner, der sagte: Herr, sei mir Sünder gnädig (Lukas 18, 13)
Wir wollen alles nüchtern betrachten und nicht für vergängliche Dinge unsere Zukunft aufs Spiel setzen, wie beispielsweise Esau, der für ein Linsengericht auf seinen Erstgeburtssegen verzichtete (1. Mose 25, 34).
Mit Gebet und Segen wurde der Gottesdienst beendet.
-hk- Bericht: jp/rd Fotos: rd




